Knallharte Boyband-Verträge – Warum Boybands in den 90ern lügen mussten

Ein Artikel von Nicky
Boyband-Verträge
16.07.2025

Erinnerung an eine perfekte Illusion

Erinnerst du dich noch an die „Star-Daten“ in der BRAVO? Haarfarbe: blond. Lieblingsessen: Pasta. Geburtsjahr: 1972. Na klar! Besonders bei Lee Baxter von Caught in the Act haben wir das brav in unsere Tagebücher geschrieben – und wussten nicht, dass da schon die erste Lüge stand. Denn Lee kam nicht 1972, sondern 1970 zur Welt. Warum er (und so viele andere Boyband-Mitglieder) ihre Identität frisieren mussten, erfährst du jetzt. Bereit für einen Blick hinter die Kulissen der 90er-Boygroup-Maschinerie? Dann schnall dich an – oder besser: schnall dein Fanherz fest.

Image first: Warum sie alle solo sein mussten

In den 90ern war „Single sein“ für Boyband-Mitglieder kein Beziehungsstatus – es war ein Vertragsinhalt. Offiziell vergeben? Undenkbar! Denn ein Boyband-Junge in festen Händen war schlecht fürs Geschäft. Der Mythos vom ewigen Schwarm, der nur auf DICH wartet, war bares Geld wert. Beziehungen wurden verheimlicht, Treffen mit Freundinnen (oder Freunden!) fanden heimlich statt – oder wurden von Managements regelrecht unterbunden.

Besonders absurd: Einige Bands hatten sogar „Beziehungsklauseln“ im Vertrag. Wer sich verliebte oder „aufflog“, riskierte Abmahnungen – oder gleich das Karriere-Aus. Private Gefühle wurden zum Betriebsgeheimnis. Emotionen ja – aber bitte nur auf der Bühne.

Die Sache mit dem Alter – Lee Baxters kleine große Lüge

Lee Baxter musste zwei Jahre jünger sein, als er wirklich war. Statt 1970 wurde 1972 als offizielles Geburtsjahr angegeben – auf Fanpostkarten, in Interviews, bei BRAVO TV. Klingt harmlos? War es nicht.

Denn Lee hatte (und hat) einen jüngeren Bruder – der nur knapp ein Jahr jünger ist. Und plötzlich wurde jedes Gespräch über die Familie zum Spießrutenlauf. Wie sollte er erklären, dass der „kleine Bruder“ fast genauso alt war wie er selbst?

Er selbst hat später zugegeben, dass es manchmal eine Kunst war, die eigene Biografie auf Kommando korrekt zu lügen. Man musste die eigene Realität quasi umschreiben – immer in der Angst, sich in einem Interview zu verplappern.

Muss heute nicht mehr lügen: Lee Baxter – TIME TO FLY

Knebelklauseln made in 90s: Wenn der Vertrag das Leben kontrolliert

Was heute wie aus einem dystopischen Film klingt, war in den 90ern Standard: sogenannte Exklusivverträge, in denen jede Zeile dein Leben bestimmte. Ein kleiner Auszug gefällig?

  • Altersanpassung: Wer zu alt war, wurde „verjüngt“. Oder gleich aussortiert.

  • Single-Pflicht: Beziehungen mussten geheim bleiben – oder wurden verboten.

  • Alltag verboten: Haare färben? T-Shirts tragen mit falschem Logo? Interviews geben ohne Freigabe? Nicht erlaubt.

  • Rechte an der eigenen Stimme: Manche Labels sicherten sich die Exklusivrechte am Gesang – sogar nach Vertragsende.

  • Arbeitszeiten jenseits der Schmerzgrenze: 16 Stunden Interviews, 3 Flugreisen am Tag, kaum Schlaf.

Und wehe, man fiel aus der Rolle. Wer krank wurde, psychisch angeschlagen war oder sich „nicht genug Mühe“ gab, dem drohten Vertragsstrafen oder der Rauswurf.

Und heute? Zwischen Selbstbestimmung und Social-Media-Zwang

Boybands gibt es auch heute noch – doch die Verträge haben sich verändert. Viele Acts gründen eigene Labels oder arbeiten mit Managements auf Augenhöhe. Künstler*innen haben Mitspracherecht, sagen offen, mit wem sie zusammen sind – oder posten direkt Selfies mit dem Schatz auf Instagram.

Aber: Die Kehrseite heißt Social Media. Wer heute berühmt sein will, muss immer liefern. Content, Nähe, Persönliches. Der Druck ist anders – aber nicht kleiner. Nur dass die Lügen heute nicht mehr vertraglich erzwungen, sondern algorithmisch belohnt werden.

Zwischen Traumjob und Theaterstück

Natürlich war das Boyband-Leben auch ein Privileg – das sagen viele der damaligen Stars heute selbst. Doch es war kein Zuckerschlecken. Es war ein 24/7-Theaterstück. Immer freundlich, immer sexy, immer „zu haben“.

Dass gerade sensible Jungs wie Lee Baxter unter diesem Druck litten, wundert rückblickend nicht. Und es macht ihn umso sympathischer, dass er heute ganz offen über diese Zeit spricht – ohne Verbitterung, aber mit der Ehrlichkeit, die ihm damals verwehrt blieb.

Damals geträumt – heute verstanden

Wir haben sie vergöttert, diese makellosen Posterboys. Heute wissen wir: Sie waren keine Götter, sondern Jungs mit Verträgen, Masken und Manager-Druck. Vielleicht macht uns genau das heute noch zu Fans – weil wir ihre Geschichte nun wirklich verstehen.

Und wer weiß? Vielleicht warst du gar nicht so naiv, wie du heute manchmal denkst. Vielleicht hast du einfach gespürt, dass hinter dem perfekten Lächeln ein Mensch steckt. Einer, der nicht nur geliebt werden wollte, sondern auch endlich er selbst sein.

M

NEUSTE BEITRÄGE

Das machen die Mitglieder von Caught in the Act heute

Erinnerst du dich noch an Caught in the Act? Caught in the Act – allein der Name lässt bei vielen Fans der 90er das Herz höherschlagen. Die Boyband, bestehend aus Lee Baxter, Bastiaan Ragas, Benjamin Boyce und Eloy de Jong, wurde Anfang der 90er Jahre gegründet und...

mehr lesen

KONTAKT

Lee Baxter Fanclub & PR
Inh. Katja Bachmann
Am Roten Berg 2
49086 Osnabrück
info@leebaxter.de

Bei Autogrammwünschen bitte einen adressierten und ausreichend frankierten Rückumschlag beifügen!

LEE BAXTER BEI SOCIAL MEDIA:

Ich bin Nicky und seit über 11 Jahren Teil des offiziellen Lee Baxter Teams. In Zusammenarbeit mit Lee gestalte ich seine Webseite und seinen Online-Shop, erarbeite die Blog-Beiträge und bin mitverantwortlich für die Bereiche Social Media & Marketing. Das Team von Lee Baxter arbeitet ehrenamtlich.

Du möchtest wissen, was bei Lee Baxter hinter den Kulissen passiert? Auf meinen Social Media Kanälen teile ich es mit dir! Folge mir gerne!

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere spannende Artikel rund um die 90er und Lee Baxter

Vom Teenie-Traum zur echten Freundschaft

Vom Teenie-Traum zur echten Freundschaft

Zwischen Fantasie und Realität – warum wir unsere Stars nie wirklich kannten Wie oft habt ihr euch vorgestellt, er würde euch auf der Bühne anlächeln – und für diesen einen Moment war’s echt?Hook der Erinnerung: Als Lee noch von der Posterwand lächelte Wenn ich heute...

mehr lesen