Die 90er-Boyband-Ära – Ein Phänomen kehrt zurück
Was wurde aus den 90er-Boybands? Es gibt Musikjahrzehnte, die sich tief ins kollektive Gedächtnis eingebrannt haben – und die 90er gehören definitiv dazu. Kaum eine andere Zeit hat so viele ikonische Boybands hervorgebracht, die mit eingängigen Melodien, perfekt choreografierten Tanzschritten und jeder Menge Herzklopfen eine ganze Generation geprägt haben. Millionen von Fans sammelten Bravo-Poster, warteten stundenlang vor Hotels und sangen jede Zeile ihrer Lieblingshits auswendig mit.
Auch heute, mehr als 25 Jahre später, sind diese Bands noch lange nicht vergessen. Im Gegenteil: Take That füllt weiterhin Arenen, die Backstreet Boys begeistern ihre Fans mit ausverkauften Tourneen, und New Kids on the Block lassen mit ihrer „Mixtape Tour“ die 90er aufleben. Nostalgie ist ein starker Motor – und die Sehnsucht nach den „guten alten Zeiten“ bringt viele Fans dazu, sich zu fragen: Was wurde eigentlich aus den Boybands der 90er?
Dieser Artikel wirft einen Blick auf fünf der größten Boygroups der 90er und zeigt, was die Mitglieder heute machen – inklusive einer Band, die in Deutschland einen ganz besonderen Platz im Herzen der Fans hat: Caught in the Act.
New Kids on the Block – Die Pioniere des Boyband-Hypes
Bevor die großen Boybands der 90er die Charts eroberten, gab es eine Gruppe, die den Weg für sie ebnete: New Kids on the Block (NKOTB). Die fünf Jungs aus Boston – Donnie Wahlberg, Joey McIntyre, Jordan und Jonathan Knight sowie Danny Wood – wurden Mitte der 80er von Musikproduzent Maurice Starr entdeckt und zur ersten modernen Boyband geformt. Mit perfekt abgestimmten Harmonien, coolen Tanzmoves und einer treuen Fangemeinde legten sie den Grundstein für den Boygroup-Boom, der in den 90ern seinen Höhepunkt erreichte.
Ihr Durchbruch kam 1988 mit dem Album Hangin‘ Tough, das Hits wie „You Got It (The Right Stuff)“ und „Please Don’t Go Girl“ hervorbrachte. Spätestens mit Step by Step (1990) wurden sie weltweit zu Teenie-Idolen, die Arenen füllten und für Kreischalarm sorgten. Doch wie bei vielen Boybands begann der Erfolg irgendwann zu bröckeln – musikalische Differenzen, Überarbeitung und der sich wandelnde Musikgeschmack führten 1994 zur offiziellen Trennung.
Nach jahrelanger Funkstille dann die Überraschung: 2008 kehrten die New Kids on the Block mit einem neuen Album und einer Reunion-Tour zurück – und das mit großem Erfolg. Seitdem sind sie wieder aktiv, veröffentlichen Musik und touren regelmäßig. Heute steht Donnie Wahlberg auch als Schauspieler („Blue Bloods“) vor der Kamera, während Joey McIntyre als Solo-Künstler unterwegs ist. Jordan und Jonathan Knight treten weiterhin mit NKOTB auf, und Jonathan hat sich mittlerweile als TV-Moderator im Bereich Hausrenovierungen einen Namen gemacht.
Mit ihrer Mixtape Tour gemeinsam mit anderen 90er-Acts wie Salt-N-Pepa oder En Vogue beweisen die New Kids on the Block, dass sie auch heute noch eine feste Größe im Musikgeschäft sind – und dass der Boyband-Hype von damals bis heute nachwirkt.
Take That – Vom Teenie-Hype zur Pop-Institution
Kaum eine Boyband hat einen so beeindruckenden Wandel durchlebt wie Take That. Ursprünglich als britische Antwort auf die New Kids on the Block gegründet, entwickelte sich die Band in den 90ern schnell zu einem der größten Pop-Phänomene Europas. Gary Barlow, Robbie Williams, Mark Owen, Howard Donald und Jason Orange lieferten mit Songs wie „Pray“, „Relight My Fire“ und vor allem dem Welthit „Back for Good“ den Soundtrack für eine ganze Generation. Mit ihrem smarten Mix aus Dance-Pop, Balladen und charmanten Persönlichkeiten eroberten sie Millionen von Fanherzen – bis sich 1996 alles änderte.
Der wohl dramatischste Moment in der Geschichte von Take That kam, als Robbie Williams 1995 überraschend ausstieg. Die Spannungen innerhalb der Band waren zu groß geworden, und Robbie wollte seinen eigenen musikalischen Weg gehen. Nur ein Jahr später folgte dann der Schock für alle Fans: Take That gaben ihre Trennung bekannt. Die Reaktionen waren so heftig, dass sogar eine offizielle Telefon-Hotline eingerichtet wurde, um aufgelöste Fans zu beruhigen.
Doch das war nicht das Ende der Geschichte. 2006 feierten Take That – zunächst ohne Robbie – ein spektakuläres Comeback, das ihnen ein neues Publikum und noch größere Erfolge bescherte. Alben wie Beautiful World und Progress führten sie zurück an die Chartspitze. 2010 kehrte Robbie Williams für ein Album und eine Tour zur Band zurück, verließ sie aber kurz darauf wieder. Auch Jason Orange zog sich 2014 aus der Öffentlichkeit zurück.
Heute sind Gary Barlow, Mark Owen und Howard Donald als Trio unterwegs und füllen immer noch große Arenen. Take That haben sich von einer Boyband zu einer der erfolgreichsten britischen Popgruppen aller Zeiten entwickelt – und zeigen, dass wahre Musiklegenden niemals wirklich verschwinden.
Backstreet Boys – Die Boyband, die nie wirklich weg war
Wenn es eine Boyband gibt, die den Begriff „Comeback“ eigentlich gar nicht nötig hat, dann sind es die Backstreet Boys. Während viele ihrer Kollegen aus den 90ern zwischenzeitlich von der Bildfläche verschwanden, schafften es AJ McLean, Howie Dorough, Nick Carter, Kevin Richardson und Brian Littrell, sich über Jahrzehnte im Musikgeschäft zu halten. Sie sind die meistverkaufte Boyband aller Zeiten, haben über 100 Millionen Tonträger verkauft und wurden für Welthits wie „I Want It That Way“, „Everybody (Backstreet’s Back)“ oder „As Long As You Love Me“ gefeiert.
Der weltweite Erfolg der 90er – Eine Boyband erobert die Welt
Die Backstreet Boys starteten 1993 in den USA, wurden jedoch zuerst in Europa richtig erfolgreich. Mit ihrem Debütalbum Backstreet Boys (1996) und dem Nachfolger Backstreet’s Back (1997) dominierten sie die Charts weltweit. Doch es war ihr drittes Album Millennium (1999), das sie endgültig zu Superstars machte. Die Single „I Want It That Way“ ist bis heute eine der bekanntesten Boyband-Hymnen überhaupt.
Krisen und Comebacks
Doch auch für die erfolgreichste Boyband lief nicht immer alles glatt. Anfang der 2000er machten interne Spannungen, Brian Littrells gesundheitliche Probleme und AJ McLeans öffentliches Ringen mit Suchtproblemen Schlagzeilen. 2006 stieg Kevin Richardson aus der Band aus, kehrte aber 2012 zurück – gerade rechtzeitig für das große 20-jährige Jubiläum der Backstreet Boys.
Aktuelle Tourneen und Vegas-Residency – Wie erfolgreich sind sie heute?
Während viele Boybands nach kurzen Comebacks wieder in der Versenkung verschwanden, haben die Backstreet Boys einen anderen Weg gewählt: Sie haben sich konstant weiterentwickelt. Ihr 2019 erschienenes Album DNA brachte ihnen sogar wieder Platz 1 in den US-Charts ein – ein Beweis dafür, dass ihre Musik noch immer Millionen begeistert.
Besonders erfolgreich waren sie mit ihrer Las Vegas-Residency, bei der sie über mehrere Jahre hinweg im Zappos Theater auftraten und vor ausverkauftem Haus performten. Parallel dazu touren sie weiterhin weltweit und begeistern sowohl alte Fans als auch eine neue Generation.
Eins ist klar: Die Backstreet Boys sind nie wirklich verschwunden – sie sind einfach erwachsen geworden. Und genau das macht sie heute noch so erfolgreich.
Caught in the Act – Die europäische Boygroup-Legende
Neben den amerikanischen und britischen Boybands gab es in den 90ern eine Gruppe, die vor allem in Europa und Asien Kultstatus erreichte: Caught in the Act. Die vier smarten Jungs Lee Baxter, Bastiaan Ragas, Benjamin Boyce und Eloy de Jong eroberten die Herzen ihrer Fans mit eingängigen Popsongs, romantischen Balladen und einer perfekten Mischung aus Charme und Boyband-Flair.
Aufstieg mit Songs wie „Love Is Everywhere“
Caught in the Act wurde 1992 gegründet und hatte anfangs vor allem in den Niederlanden Erfolg. Doch der große Durchbruch kam 1994, als sie in der RTL-Seifenoper Gute Zeiten, schlechte Zeiten auftraten. Dadurch wurden sie über Nacht bekannt – vor allem in Deutschland, wo sie eine riesige Fangemeinde aufbauten.
Mit Hits wie „Love Is Everywhere“, „My Arms Keep Missing You“ und „Don’t Walk Away“ eroberten sie die Charts und füllten Konzerthallen. Ihre romantischen Texte und die perfekt inszenierten Tanzchoreografien machten sie zum Inbegriff der europäischen Boyband. Besonders in Deutschland, Österreich und der Schweiz waren sie absolute Superstars – ihre Fanbase war leidenschaftlich und treu.
Plötzliche Trennung 1998 – die emotionalen Reaktionen der Fans
Doch gerade auf dem Höhepunkt ihres Erfolges kam der Schock: Am 16. August 1998 gaben Caught in the Act völlig überraschend ihre Trennung bekannt. Die Fans erfuhren davon aus dem Sat.1-Videotext oder durch Fanclubs – Social Media gab es damals noch nicht. Die Reaktionen waren dramatisch: Tränen, Wut und Enttäuschung. Viele konnten nicht verstehen, warum die Band plötzlich auseinanderbrach.
Hinter den Kulissen hatte es schon länger Spannungen gegeben. Benjamin Boyce entschied sich, auszusteigen, und für die anderen war klar, dass es ohne ihn nicht weitergehen würde. Die Boygroup-Ära neigte sich Ende der 90er ihrem Ende zu, und auch CITA war diesem Wandel unterworfen.
Was wurde aus den Mitgliedern?
Nach der Trennung gingen die vier Bandmitglieder sehr unterschiedliche Wege:
- Bastiaan Ragas startete eine Karriere als Solo-Sänger, Buchautor und Moderator.
- Benjamin Boyce versuchte sich ebenfalls als Solokünstler, hatte aber nicht denselben Erfolg wie mit CITA. Inzwischen lebt er in den USA.
- Eloy de Jong fand seinen größten Erfolg Jahre später im Schlager-Genre und landete mit „Kopf aus – Herz an“ 2018 ein Nummer-1-Album in Deutschland.
- Lee Baxter blieb der Musik treu und entwickelte sich vom Boyband-Star zum erfolgreichen Solo-Künstler. Über die Jahre experimentierte er mit verschiedenen Sounds, von Pop bis Dance, und fand seinen eigenen Stil. Sein aktuelles Album „Time to Fly“ zeigt, dass er sich musikalisch weiterentwickelt hat, ohne seine Wurzeln zu vergessen. Lee ist ein echtes Beispiel dafür, dass man auch nach der Boyband-Zeit seinen Platz in der Musikszene finden kann.
Boybands heute – Warum die 90er-Stars wieder gefragt sind
Die 90er waren das goldene Zeitalter der Boybands – und wer damals Fan war, weiß: Es war mehr als nur Musik. Es war ein Lebensgefühl. Heute, Jahrzehnte später, erleben wir ein großes 90s-Revival, bei dem nicht nur Mode, Serien und Spielzeuge aus der Zeit zurückkommen, sondern auch die Stars von damals.
Viele Boybands, die einst die Charts dominierten, sind heute wieder auf Tour oder veröffentlichen neue Musik. Doch warum ist das Interesse an den 90er-Ikonen nach so vielen Jahren ungebrochen?
Der 90s-Revival-Trend und das Comeback von Boybands
Egal, ob auf TikTok, Spotify oder in den Charts – die 90er-Jahre sind präsenter denn je. Serien wie Friends und Beverly Hills, 90210 erleben ein Revival, Mode-Trends wie bauchfreie Tops und Plateauschuhe feiern ihr Comeback, und sogar Kassetten und CDs sind wieder gefragt.
Gleichzeitig kehren viele 90er-Boybands auf die Bühne zurück:
- Backstreet Boys tourten erfolgreich durch die ganze Welt und hatten sogar eine eigene Las-Vegas-Show.
- Take That (mit wechselnder Besetzung) füllen nach wie vor Arenen.
- New Kids on the Block treten regelmäßig mit anderen 90er-Stars bei großen Events auf.
- Blue, 5ive und East 17 sind weiterhin aktiv und spielen auf 90er-Festivals.
Das zeigt: Die Nachfrage ist da. Die Fans von damals sind heute erwachsen – aber ihre Liebe zur Musik ihrer Jugend ist geblieben.
Warum Fans immer noch Sehnsucht nach dieser Zeit haben
Aber warum genau zieht uns die Musik der 90er so sehr zurück? Die Antwort liegt in der Nostalgie. Studien zeigen, dass Menschen oft eine tiefe emotionale Verbindung zu den Songs haben, die sie in ihrer Jugend gehört haben. Musik speichert Erinnerungen – und wenn ein 90er-Song läuft, sind wir sofort wieder 16 Jahre alt, träumen von Postern an der Wand und warten auf Bravo-Interviews mit unseren Lieblingsstars.
Hinzu kommt: Die Boyband-Ära war eine Zeit des Optimismus und der Leichtigkeit. Keine Social Media, keine Streaming-Dienste, kein TikTok – man musste noch auf das Musikvideo im Fernsehen warten oder eine CD kaufen, um die Songs zu hören. Heute, in einer schnelllebigen und oft stressigen Welt, ist der Wunsch nach einer einfacheren, unbeschwerteren Zeit größer denn je.
Und genau das nutzen viele 90er-Stars heute: Sie bringen ihre alten Hits zurück – aber in modernem Gewand.
Wie Lee Baxter als Solokünstler die 90s-Vibes am Leben hält
Ein perfektes Beispiel dafür ist Lee Baxter, ehemaliges Mitglied von Caught in the Act. Während viele Boyband-Stars nach der Trennung ihrer Gruppen in der Versenkung verschwanden, hat Lee sich seine musikalische Leidenschaft bewahrt.
Mit seinem aktuellen Solo-Projekt verbindet er das Beste aus zwei Welten:
✅ Die Emotionalität und Melodien der 90er
✅ Moderne Dance- und Pop-Elemente
✅ Eine authentische Weiterentwicklung seines Sounds
Sein Album „Time to Fly„ zeigt, dass die 90er-Seele in der Musik weiterlebt, auch wenn sie heute in einem neuen Soundgewand daherkommt. Fans, die damals seine Stimme geliebt haben, können sich auch heute noch mit seiner Musik identifizieren – nur dass sie jetzt nicht mehr 16 sind, sondern erwachsene Menschen mit denselben Emotionen von damals.
Das zeigt: Die 90er sind nicht einfach nur ein vergangenes Jahrzehnt – sie sind eine Ära, die weiterhin Menschen bewegt. Und solange Künstler wie Lee Baxter aktiv sind, wird der Spirit dieser Zeit niemals verschwinden.
Am 24.05.2025 kommt „Caught in the Act“- Star Lee Baxter nach Bonn! Freut euch auf ein Live-Konzert mit Titeln aus dem neuem Album TIME TO FLY sowie eine 90er Party im Anschluss mit nostalgischem Caught in The Act Special! 😍 Im Anschluss trefft Ihr Lee zu einem persönlichen Meet & Greet mit gemeinsamem Foto! 😍
90er-Boybands bleiben unvergessen!
Die Boyband-Welle der 90er war mehr als nur ein musikalischer Trend – sie war ein weltweites Phänomen, das Millionen von Fans prägte. Auch Jahrzehnte später ist die Begeisterung für Take That, Backstreet Boys, New Kids on the Block und Caught in the Act ungebrochen. Warum? Weil ihre Songs nicht nur Ohrwürmer waren, sondern auch emotionale Erinnerungen wecken.
Nostalgie und die anhaltende Faszination für Boybands
Obwohl sich die Musikwelt verändert hat, sind die 90er-Jahre nach wie vor präsent. Die Fans von damals sind erwachsen geworden, aber ihr Gefühl für die Musik ist geblieben. Jede Melodie, jede Choreografie und jeder Songtext versetzt uns zurück in eine Zeit, in der wir noch mit Bravo-Postern im Zimmer saßen, Fanbriefe schrieben und uns in die Stars verliebten.
Das zeigt sich nicht nur in den erfolgreichen Comebacks vieler Bands, sondern auch in den ausverkauften 90s-Revival-Konzerte und den hohen Streaming-Zahlen von Klassikern wie I Want It That Way oder Back for Good.
Warum es sich lohnt, die aktuellen Projekte der Stars zu verfolgen
Viele Boyband-Stars haben ihre Karrieren weitergeführt – sei es als Solokünstler, Schauspieler oder Produzenten. Doch einige sind der Musik treu geblieben und beweisen, dass sie auch heute noch mitreißende Songs und Live-Erlebnisse liefern können.
Ein Beispiel dafür ist Lee Baxter, der mit seinem Solo-Projekt zeigt, dass die 90s-Vibes noch immer lebendig sind. Mit seinem aktuellen Album „Time to Fly“ bringt er nostalgische Melodien mit modernen Sounds zusammen und spricht damit genau die Generation an, die mit ihm aufgewachsen ist.
Die 90er mögen vorbei sein, aber ihre Musik wird immer weiterleben – und mit ihr die unvergesslichen Stars dieser Zeit.






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